Die Homöopathie

Begründer der Homöopathie ist der deutsche Arzt Samuel Hahnemann.

Übersetzt man den Begriff Homöopathie wörtlich aus dem Griechischen hómoios (ὅμοιος = ähnlich) und páthos (πάθος = Leid), bedeutet er also soviel wie "ähnliches Leiden". Dieses Ähnlichkeitsprinzip ist die Grundannahme der Homöopathie: Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden (similia similibus curentur). Eine Substanz, die bei einem gesunden Menschen bestimmte Symptome hervorruft, soll bei einem Kranken diese und ähnliche Symptome heilen.

Bild: Homöopathie in der naturheilpraxis-bleistein.de
Oft werden homöopathische Mittel als Globuli gegeben.

 

Ein Beispiel: Werden Sie von einer Biene gestochen, ist dies schmerzhaft. Die Stelle wird anschwellen und sich röten. Durch Kühlen werden die Symptome gelindert.

Das Mittel Apis (die Honigbiene) wird bei eben jenen Krankheiten eingesetzt, die entsprechende Symptome hervorrufen (Hautausschläge, Verbrennungen, entzündliche Prozesse o.ä.).

Wie wirkt Homöopathie?

Hahnemann betonte immer die Wichtigkeit, den Menschen als Ganzes zu betrachten und zu heilen. In der klassischen homöopathischen Anamnese wird dabei folglich nicht nur eine Krankheit oder ein Symptom betrachtet, sondern die gesamte Konstitution (= Summe aller körperlichen, geistigen und seelischen Anlagen) des Patienten analysiert und in die Wahl des passenden Mittels einbezogen.

Durch die Einnahme des homöopathischen Mittels wird ein Reiz gesetzt, der den Körper dazu bringt, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Nach Hahnemann wird dieser Reiz umso wirksamer, je stärker das Ausgangsmaterial (=Urtinktur) potenziert wird.

Potenzierung in der Homöopathie

Das Potenzieren von Homöopathika ist weit mehr als ein bloßes Verdünnen der Urtinktur. Durch die Potenzierung gewinnen die Mittel an Kraft (lat. potentia).

Dazu wird ein Teil der Urtinktur mit neun Teilen Wasser-Alkohol-Gemisch verdünnt. Das Fläschchen wird dann zehnmal auf einen Moosgummiblock geklopft. So erhält man die Potenz D1. Verdünnt und verschüttelt man nun einen Teil D1 wiederum mit neun Teilen Wasser-Alkohol-Gemisch, entsteht die Potenz D2.

Bei D-Potenzen wird im Verhältnis 1:10 verdünnt, bei C-Potenzen im Verhältnis 1:100 und bei den Hochpotenzen LM oder Q im Verhältnis 1:50 000.


D-Potenz

C-Potenz

LM-Potenz

1:10

1:100

1:50.000


Tiefpotenzen wirken nach dem homöopathischen Verständnis vor allem auf der körperlichen Ebene, Hochpotenzen dagegen auf der seelisch-geistigen Ebene.